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2. Fachtagung

„Vorfahrt für duale Berufsausbildung“

29. November 2016

Tagungsprogramm

Tagungsprogramm

10:00 Uhr

Eintreffen / Registrierung / Begrüßungskaffee

10:00 Uhr

Begrüßung und Eröffnung der Fachtagung
Moderation: Thomas Castens, Niedersächsisches Kultusministerium

Grußwort
Frau Staatssekretärin Erika Huxhold

Fachvortrag: „Angebot und Nachfrage – regionale Berufsfeldprojektionen bis 2030“
Prof. Dr. Robert Helmrich (angefragt), Bundesinstitut für Berufsbildung

12:00 Uhr

Mittagsimbiss

13:00 Uhr

5 Fachforen
zu aktuellen Herausforderungen der dualen Berufsausbildung

Fachforum I: Wohnortnahe Berufsbeschulung

Fachforum II: Dualisierung von Schulformen im Übergangssystem:
Vorstellung der Schulversuche

Fachforum IV: Konzepte zur Qualitätssteigerung in der dualen Ausbildung

Fachforum IV: Was macht duale Berufsausbildung attraktiv?

Fachforum V: Integration von Flüchtlingen in der Berufsbildung

14:45 Uhr

Kaffeepause

15:15 Uhr

Bericht aus den Fachforen

15:45 Uhr

Ausblick
Frau Kultusministerin Frauke Heiligenstadt

16:30 Uhr

Ende der Veranstaltung

Bündnis Duale Berufsausbildung

Für die Niedersächsische Landesregierung hat die Sicherung der Fachkräftebasis hohe Priorität. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der niedersächsischen Wirtschaft zu erhalten und auszubauen. Daher hat sie gemeinsam mit den niedersächsischen Arbeitsmarktpartnern die Fachkräfteinitiative Niedersachsen initiiert. Das Bündnis Duale Berufsausbildung (BDB) ist ein wichtiger Baustein in dieser Initiative. Es hat zum Ziel, das duale System der Berufsausbildung zu stärken und seine Funktionsfähigkeit zu erhalten. Dazu sollen das Übergangssystem fokussiert und die Gleichwertigkeit sowie Attraktivität der dualen Ausbildung zu anderen Bildungswegen herausgestellt werden.
Die duale Berufsausbildung ist ein Erfolgsmodell, das eine fundierte praxisbezogene Ausbildung für den mittleren Qualifikationsbereich gewährleistet und zugleich weitere berufliche Karrierewege eröffnet. Dennoch steht sie vor großen Herausforderungen, die neben der demografischen Entwicklung auch mit der primären Fokussierung der Jugendlichen auf wenige Ausbildungsberufe einhergehen. Zusätzliche Konkurrenz erwächst dem dualen System durch den verstärkten Trend zum Erwerb höherer allgemeinbildender Schulabschlüsse, hochschulischer Bildungswege sowie anderer Ausbildungsmöglichkeiten.

Mit dem BDB soll der Vorrang der dualen Berufsausbildung vor anderen Formen der Berufsausbildung gesichert werden. Dies erfordert eine Stärkung der Berufsorientierung in allen Schulformen, die Sicherung der wohnortnahen Beschulung, ein koordiniertes Beratungsangebot und Wege der Integration von unversorgten Jugendlichen in duale Berufsausbildung. Das Einstiegssystem, in dem Jugendliche zunächst in vollzeitschulischen Angeboten oder Maßnahmen der freien Bildungsträger verbleiben, ist zu reduzieren und dahingehend anzupassen, um Schülerinnen und Schülern den direkten Einstieg in eine reguläre Berufsausbildung zu erleichtern. Es richtet sich an diejenigen Schülerinnen und Schüler, die trotz aller Bemühungen (Berufsorientierung, koordinierte Beratung etc.) keine Berufsausbildung aufgenommen haben.

Einige Berufsausbildungen sind nicht im System der dualen Berufsausbildung verortet. Dies trifft insbesondere für die sozialen Berufe und Gesundheitsberufe zu. Sie sind daher nicht Gegenstand der Beratungen im BDB.
Am BDB beteiligen sich alle für die berufliche Bildung auf Landesebene relevanten Organisationen wie die Sozialpartner, Kammern, die kommunalen Spitzenverbände, die Regionaldirektion Niedersachsen/Bremen der Bundesagentur für Arbeit sowie die zuständigen Ressorts der Landesregierung. Gemeinsam wurden Handlungsempfehlungen für regional und sektoral angepasste Lösungen erarbeitet. Die besonderen niedersächsischen Gegebenheiten hinsichtlich der ökonomischen, sozialen und demografischen Strukturen als zweitgrößtes Flächenland in Deutschland wurden dabei berücksichtigt.

In seiner Sitzung am 16.09.2014 hatte der Steuerkreis fünf Arbeitsgruppen zu den nachstehenden Themenbereichen eingesetzt:

  • Stärkung der Berufsorientierung an allen Schulformen
  • Entwicklung eines Konzeptes für eine koordinierte Beratungsstruktur
  • Einstiegssystem berufsbildende Schulen
  • Integration von unversorgten Jugendlichen in duale Berufsausbildung
  • Wohnortnahe Beschulung und Qualitätssicherung

Alle im Steuerkreis vertretenen Organisationen und deren Mitglieder konnten Vertreterinnen und Vertreter in diese Arbeitsgruppen entsenden. Das gemeinsame Positionspapier der Wirtschafts- und Sozialpartner im Landesausschuss für Berufsbildung „Integration in Berufsausbildung – Eckpunkte zum Thema Übergang Schule – Beruf in Niedersachsen“ sowie der Handlungsrahmen der Fachkräfteinitiative Niedersachsen bildeten die Ausgangspunkte für deren Erörterungen.

Die Arbeitsgruppen hatten bis zum 31.01.2015 Handlungsempfehlungen erarbeitet und dem Steuerkreis vorgelegt. In seiner Sitzung am 17.03.2015 hatte der Steuerkreis Handlungsempfehlungen verabschiedet und dem Niedersächsischen Kultusministerium vorgelegt. Diese wurden im Ressort bewertet und auf die Möglichkeiten zur Umsetzung geprüft. Bereits zum Schuljahr 2015/2016 werden einzelne Maßnahmen in Modellprojekten erprobt.

Veranstaltungsort

Multi-Media Berufsbildende Schulen (MMBbS), Expo Plaza 3, 30539 Hannover, Deutschland

Multi-Media Berufsbildende Schulen (MMBbS)

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